Montag, 31. Dezember 2018

Silvesternacht: Polizei will verstärkt Präsenz zeigen – Tipps zu Umgang mit Feuerwerkskörpern

30. Dezember 2018 | 1 Kommentare | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Ludwigshafen, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional, Rhein-Pfalz-Kreis, Südwestpfalz und Westpfalz

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz bereitet sich auf die Silvesternacht vor. Die Sicherheit an sei wie in den Jahren zuvor ein wichtiges Anliegen, teilte die Behörde mit.

Grundlage der Einsatzplanungen sind die Erkenntnisse der vergangenen Silvesternächte und die aktuelle Sicherheitslage. Diese habe sich in Deutschland gegenwärtig nicht verändert, werde jedoch auch vor dem Hintergrund der Silvesterfeierlichkeiten immer wieder geprüft.

Man stehe in engem Kontakt mit den anderen Sicherheitsbehörden wie den Ordnungsbehörden, der Bundespolizei und den Polizeien der benachbarten Länder, um gegebenenfalls erforderliche Sicherheitsmaßnahmen abzustimmen.

Die Polizei will an Silvester verstärkte Präsenz an den Orten zeigen, an denen traditionell viele Feiernde zusammenkommen. Im Präsidialbereich sind das insbesondere die Städte Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal, Landau und Neustadt.

Die Anzahl der Einsatzkräfte ist ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Die eigenen Kräfte würden zudem durch Kollegen der Bereitschaftspolizei verstärkt: „Das Polizeipräsidium Rheinpfalz wird alles Notwendige tun, damit die Bürgerinnen und Bürger sicher sind und sich auch sicher fühlen.“

Polizeipräsidium Westpfalz gibt Tipps zu Feuerwerkskörpern

Das Polizeipräsidium Westpfalz mahnt indessen zur Vorsicht im Umgang mit Silvesterböllern.

Alle Jahre wieder kommt es während der Silvesterfeierlichkeiten zu schweren und schwersten Verletzungen und Unfällen, die auf den unsachgemäßen Umgang Pyrotechnik zurückzuführen sind. Daher warnt die Polizei ausdrücklich vor dem Umgang insbesondere mit illegalen Feuerwerkskörpern, da dies mit enormen Risiken verbunden ist.

Illegale pyrotechnische Gegenstände werden in der Regel über einschlägige Shops im Internet bestellt. In den jeweiligen Herkunftsländern unterliegt solche Pyrotechnik unter Umständen nicht denselben gesetzlichen Beschränkungen wie in Deutschland. Insofern kann sich der Besteller gegebenenfalls strafbar machen.

Es gibt auch Anbieter, die durch erfundene Angaben vortäuschen, dass es sich um für den deutschen Markt zugelassene Pyrotechnik handelt. Das Gleiche gilt für den direkten Erwerb wie zum Beispiel auf Flohmärkten. Es gibt auch Anbieter, die durch erfundene Angaben vortäuschen, dass es sich um für den deutschen Markt zugelassene Pyrotechnik handelt.

Neben der erheblichen Gefahr für den Verbraucher sind bereits die Einfuhr, das Aufbewahren, der Handel und das Verwenden strafbar.

Generell müssen in Deutschland alle pyrotechnischen Gegenstände geprüft und zugelassen sein. Die Zulassung wird durch das CE-Kennzeichen und eine dazugehörige Identifikationsnummer dokumentiert.

Fehlen die genannten Kennzeichnungen, ist Vorsicht geboten! Illegale und damit gefährliche Pyrotechnik enthält in der Regel einen sogenannten Knallsatz, der bei der Reaktion eine Explosionsenergie entwickelt, die mit gewerblichem Sprengstoff vergleichbar ist. Daher können selbst kleine Mengen eine menschliche Hand zerreißen. Weitere Gefahren entstehen durch Abdichtungsmaterialien, die Splitter bilden können.

Verwenden Sie nur frei verkäufliche Pyrotechnik mit BAM-Kennzeichnung (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung). Die Prüfnummer der BAM ist die 0589.
(Bild: BAM/über Polizeipräsidium Westpfalz)

Damit es beim Umgang mit Böllern auch beim Spaß bleibt, gelte es unbedingt einige Sicherheitshinweise zu beachten, so die Polizei:

„- Kaufen Sie Silvesterfeuerwerk nur in regulären Geschäften ein, zum Beispiel im Supermarkt.

– Verwenden Sie nur frei verkäufliche Pyrotechnik mit BAM-Kennzeichnung (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung). Die Prüfnummer der BAM ist die 0589 (siehe Bild).

– Werfen Sie Böller nicht unkontrolliert und niemals auf Menschen.

– Zünden Sie keine Feuerwerkskörper in geschlossenen Räumen oder Behältnissen (Dosen, Flaschen, Briefkästen, Mülltonnen P).

– Brennen Sie Feuerwerkskörper nur auf ebenen und freien Flächen ab. – Halten Sie immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden ein.

– Funktiniert das Feuerwerk nicht, mindestens 15 Minuten warten und sich in dieser Zeit nicht nähern. Zünden Sie den Feuerwerkskörper und Blindgänger nicht wieder an. Nach 15 Minuten kann das Feuerwerk zum Beispiel in einen mit Wasser gefüllten Eimer gelegt und anschließend im Hausmüll entsorgt werden.

– Tragen Sie Ihre Böller-Vorräte niemals direkt am Körper. – Bewahren Sie Ihr Silvesterfeuerwerk so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist.

– Sie sollten Feuerwerkskörper auf keinen Fall verändern oder selbst herstellen; hierbei kann es zu schwersten Verletzungen kommen.

– Beachten Sie auch unter Umständen vorhandene, örtliche Verbote und Einschränkungen.“

 

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Ein Kommentar auf "Silvesternacht: Polizei will verstärkt Präsenz zeigen – Tipps zu Umgang mit Feuerwerkskörpern"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    In Frankfurt sind zwei Mainbrücken und weite Teile des Mainufers mit Merkel-Legos seit dem 28.12. abgesperrt. Vermutlich um vor dem „unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik“ zu schützen P

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