Mittwoch, 17. Oktober 2018

Reformation 2017 im Kirchenbezirk Landau: 500-jähriges Jubiläum startet mit Eröffnungsgottesdienst

31. Oktober 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Regional

Dekan Janke (links) und OB Hirsch stellten das Programm zum Reformationsjubiläum vor.
Foto: HateRadio/Ahme

Landau. Im Jahr 2017  jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Weltweit feiern die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen dieses Jubiläum, so auch die Protestantischen Kirchengemeinden im Dekanat Landau.

Gemeinsam mit der Stadt Landau sowie weiteren Kooperationspartnern wurde ein Jahresprogramm mit vielen Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen und für unterschiedlichste Zielgruppen auf die Beine gestellt – vom traditionellen Gottesdienst bis zum Stationentheater.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch für die Stadt Landau und Dekan Volker Janke informierten in einem Pressegespräch über das Veranstaltungsprogramm.

„Die Reformation hat nicht nur die Geschichte der Kirche nachhaltig verändert, sondern auch die Stadtgeschichte Landaus in besonderer Weise geprägt“, erläutert Oberbürgermeister Thomas Hirsch. „Insbesondere durch den Landauer Pfarrer und Reformator Johannes Bader (man nannte ihn auch den „Kleinen Luther“), war die Stadt von Beginn an in die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche dieser Zeit involviert und konnte mit seiner Hilfe zur damaligen Zeit politische Unabhängigkeit erlangen.“

Mit der Benennung des Johannes-Bader-Platzes neben der Stiftskirche soll nun die Bedeutsamkeit Baders für die Stadt noch einmal auf besondere Weise gewürdigt werden.

Die Frage nach der Bedeutsamkeit der Reformation für unseren heutigen Alltag, die Gesellschaft, die Kirche und auch die Politik stünden im Fokus des Jahresprogramms, wie Dekan Volker Janke betont.

„Wir wollen herausarbeiten, welche Erkenntnis wir aus den damaligen Ereignissen für uns heute ziehen können – auch in Bezug auf das ökumenische und kulturelle Miteinander von Menschen aus so vielen unterschiedlichen Nationen, Religionen und Konfessionen in unseren Städten und Dörfern – gedacht sei hier nur an die Grundwerte der Gewissens- und Religionsfreiheit unserer Grundgesetzes, die in den damaligen Ereignissen ihren Ursprung haben.“

Durch Bader habe sich Landau politische Unabhängigkeit erstritten in einer Zeit, in der sich Nationalstaaten herausbildeten, die allgemeine Schulpflicht entstand, Grundwerte formuliert wurden und sich eine Hochsprache durch die Lutherbibel entwickelte.

Die für die Veranstaltungsreihe zuständige Planungsgruppe, bestehend aus Vertretern des protestantischen Dekanats, der Stadt, der katholischen Kirche, Prof. em. Dr. Ulrich Sarcinelli als Mitglied der Landesssynode sowie Vertretern des Stadtarchivs, der Universität Koblenz-Landau und der Stadtmission, hat Veranstaltungen zu verschiedensten Themen für unterschiedlichste Zielgruppen auf die Beine gestellt – vom traditionellen Gottesdienst über ein „Lutherkino“, ein Kindermusical, Kunst im Kirchenraum mit Madeleine Dietz bis hin zum Stationentheater.

Mit „Der kleine Luther“, maßgeblich unterstützt von der Stadt Landau, macht das Herxheimer Theaterkollektiv „Chawwerusch“ die Geschichte des Reformators Johannes Bader erlebbar – mit einem tragisch-komisch-herzlichen Stück an verschiedenen Schauplätzen in und um die Stiftskirche.

„Anhand der Geschichte Baders kann die Bedeutung der Reformation und ihre politischen Auswirkungen besonders gut verdeutlicht werden. Ein solches Stationentheater bietet eine schöne Möglichkeit zu zeigen, was Landau auf gesellschaftlicher und politischer Ebene bewegt hat und birgt zudem die Chance, auch jüngere Menschen dazu zu bewegen, sich auf unterhaltsame Weise mit dem Thema zu beschäftigen“, so Landaus OB.

Christian Kölsch vom Chawwerusch: „Es wird kein historisches Spiel werden, sondern es wird gefragt: „Was war theologisch und politisch damals los?“

Die Premiere wird am 22. September sein; gespielt wird an zwei Wochenenden mit zirka 100 Leuten. Kölsch wollte noch nicht zu viel verraten um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Bereits am Montag, 31. Oktober wird in der Stiftskirche um 19 Uhr im Zuge der Feierlichkeiten anlässlich des diesjährigen Reformationstags das Jubiläumsjahr eröffnet und das Veranstaltungsprogramm rund um das Reformationsjahr 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mitwirkende sind Kirchenpräsident Christian Schad und die Landauer Kantorei. (stadt-landau/desa)

Martin Luther: Sein Standbild steht vor der Landauer Stiftskirche.
Foto: HateRadio/Ahme

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