Sonntag, 24. Juni 2018

Grenzüberschreitende Vereinbarung zur Notfallversorgung: Südliche Weinstraße und Outre Fôret wollen noch enger zusammenarbeiten

13. März 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Elsass Oberrhein Metropolregion, Kreis Südliche Weinstraße, Landau

 

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur grenzüberschreitenden Notfallversorgung im Bereich Südliche Weinstraße und Outre Fôret im Kreishaus: (sitzend v.l) Geschäftsführer der Klinikum LD-SÜW GmbH Dr. Guido Gehendges, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde Elsass Adeline Jenner, Direktor des Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter Wissembourg und des Centre Hospitalier de Haguenau Mathieu Rocher, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH Bernd Fischer, (stehend v.l.n.r.) Bürgermeister der Stadt Landau Dr. Maximilian Ingenthron, Bürgermeister der Stadt Wissembourg Christian Gliech und Landrat des Landkreises SÜW Dietmar Seefeldt.
Foto: KV SÜW

SÜW/Elsass – Seit mehr als 60 Jahren ist die deutsch-französische Zusammenarbeit auf der Grundlage einer historischen Aussöhnung zweier Länder gewachsen.

Deutschland und Frankreich verbindet eine enge Partnerschaft, die sich auch in vielen gemeinsamen Initiativen beider Länder ausdrückt.

Auch in der Gesundheitspolitik ebneten politische Rahmenvereinbarungen zwischen den Ländern in den frühen 2000er Jahren den Weg einer deutsch-französischen Partnerschaft, um die medizinische Versorgung in grenznahen Regionen zu verbessern.

Im Jahr 2002 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kreiskrankenhaus Südliche Weinstraße in Bad Bergzabern, dem Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter Wissembourg und der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH unterzeichnet.

Mit dieser Vereinbarung wurde gewährleistet, dass das in Wissembourg gelegene Krankenhaus „Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter“ (CHIL) einen Notarzt und eine examinierte Pflegefachkraft für den arztbesetzten südpfälzischen Rettungsdienst werktags zur Verfügung stellt.

Der Rettungsdienst Südpfalz organisiert auf der deutschen Seite den Rettungsdienst, der unter anderem mit den Notärzten der Klinikum Landau-Südlichen Weinstraße GmbH die Notfallversorgung in der Region sicherstellt. Das CHIL organisiert auf der französischen Seite den notarztbesetzten Rettungsdienst „Service Mobile d’Urgence et la Réanimation“ (SMUR).

Um die Qualität der gemeinsamen notärztlichen Patientenversorgung weiter zu verbessern, wurde nun die Kooperationsvereinbarung mit der Klinikum Landau-Südlichen Weinstraße GmbH, der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH, dem Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter (CHIL) und der französischen Gesundheitsbehörde „L’Agence Régionale de Santé Grand Est“ überarbeitet.

Die Vereinbarung regelt die Abläufe einer wechselseitigen Hilfeleistung und Unterstützung bei der Erstversorgung. So wird zum Beispiel das in Wissembourg stationierte NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) der DRK Südpfalz werktags (ausgenommen Feiertage) von 19.30 Uhr bis 6.30 Uhr von einem französischen Notarzt besetzt.

Bei einem gemeinsamen Festakt wurde am Dienstag in der Kreisverwaltung die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Von deutscher Seite waren Dietmar Seefeldt, Landrat des Landkreises Südliche Weinstraße, Dr. Maximilian Ingenthron, Bürgermeister der Stadt Landau und Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Landau-Südlichen Weinstraße GmbH, Dr. Guido Gehendges, Geschäftsführer der Klinikum Landau-Südlichen Weinstraße GmbH und Bernd Fischer, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH, vertreten.

Auf der französischen Seite nahmen Christian Gliech, Bürgermeister von Wissembourg und Aufsichtsratsvorsitzender des Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter Wissembourg, Christian Klipfel, Stadtrat von Soultz-sous-Forêts und Vertreter des Abgeordneten Frédéric Reiss (Abgeordneter des Bezirks Bas-Rhin und Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung), Adeline Jenner, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde Elsass (l‘ Agence régionale de Santé Alsace), Mathieu Rocher, Direktor des Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter Wissembourg und des Centre Hospitalier de Haguenau, Mélanie Viatoux, stellvertretende Direktorin des Centre Hospitalier Intercommunal de la Lauter Wissembourg, Dominique Mayer, stellvertretender Direktor des Centre Hospitalier de Haguenau, Dr. Claudine Remakel, Ärztin für Allgemein- und Notfallmedizin und Ärztlicher Dienst des SMUR, Aurélie Boitel, Vertreterin des Eurodistrikts PAMINA und Eddie Pradier und Ansa Held vom TRISAN Euroinstitut am Festakt teil.

„In dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt ein Potential, die jeweiligen Stärken einzusetzen und Synergien zu nutzen, um die notärztliche Versorgung in diesen Regionen sicherzustellen“, so Landrat Seefeldt, Oberbürgermeister Hirsch, Bürgermeister Ingenthron, Guido Gehendges und Bernd Fischer.

Information

Das Klinikum Landau-Südliche Weinstraße verfügt mit den Kliniken in Annweiler, Bad Bergzabern und Landau über insgesamt 445 Planbetten. Das medizinische Spektrum des Klinikums umfasst die Abteilungen Allgemein-und Viszeralchirurgie, Unfall-, Hand- und orthopädische Chirurgie, Innere Medizin mit Gastroenterologie, Diabetologie, Hepatologie, Kardiologie, Stroke Unit, Pneumologie, Palliativ- und Altersmedizin, Konservative Orthopädie, Anästhesie und Intensivmedizin, Frauenheilkunde, HNO-Heilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Urologie.

Das Klinikum hat ausgewiesene Versorgungsschwerpunkte in den Bereichen Gastroenterologie, Geriatrie, Kardiologie (24-Stunden Bereitschaftsdienst des Herzkatheterlabors), Palliativmedizin, Stroke Unit (Regionale Schlaganfalleinheit), Viszeralchirurgie und ist zudem ausgewiesenes Diabetologisches Zentrum und Lokales Traumazentrum.

Jährlich werden im Klinikum Landau-Südliche Weinstraße ca. 15.000 stationäre und ca. 32.000 ambulante Patienten behandelt. Das Klinikum Landau-Südliche Weinstraße ist KTQ® zertifiziert.

 

 

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