Montag, 21. Mai 2018

Europäisches Filmfestival der Generationen im alten REGINA Kino in Germersheim vom 16. bis 20. Oktober

Datum/Zeit
16.10.2017 - 20.10.2017
00:00

Ort
Regina Kino

Veranstaltungsart


Großer Beliebtheit erfreute sich das Filmfestival in den vergangenen Jahren. Archivbild: M. Bastian

Archivbild: M. Bastian

Germersheim – Das beliebte Europäische Filmfestival der Generationen gastiert auch in diesem Jahr wieder in der Metropolregion Rhein-Neckar.

In der Woche vom 16. – 20. Oktober zeigt die Stadt Germersheim im alten REGINA-Kino in der Sandstraße insgesamt fünf Filme, über die man im Anschluss mit dem Publikum und verschiedenen Experten diskutieren und ins Gespräch kommen kann.

Die Bewirtung im alten REGINA-Kino übernimmt die Germersheimer Sprechergruppe Ohrenschmaus.

Folgende Filme werden in der Sandstraße gezeigt:

Am Montag, 16.10. 2017, um 18.30 Uhr  „Für immer Dein“

Der Bau eines Eigenheims aus Liebe und Fürsorge

Craig und Irene Morrison, beide über 80 Jahre alt, sind seit über sechs Jahrzehnten glücklich verheiratet. Sie haben sieben Kinder großgezogen und eine Farm im ländlichen Ontario bewirtschaftet, die sie bis heute noch führen. Doch als Craig bemerkt, dass Irenes geistige und körperliche Beschwerden zunehmen und ihre »Glückssträhne« enden könnte, beschließt er, in Eigenregie ein kleines, bedarfsgerechtes Häuschen auf deren Grundstück zu bauen.

Er will seiner Frau damit ein letztes großes Geschenk machen und sieht in diesem ehrgeizigen Plan seine ganze Lebensaufgabe. Allerdings hat er nicht mit den Widrigkeiten der Bauaufsichtsbehörde gerechnet und auch nicht mit dem Unverständnis seiner Kinder, die sich für ihre Mutter eine konventionelle Pflege wünschen.

Ein berührender Liebesfilm über zwei Menschen, die auch im Alter das Recht auf Selbstbestimmung einfordern.

Kanada 2013, 98 Min. R: Michael McGowan D:James Cromwell, Geneviève Bujold, Rick Roberts, Julie Stewart, George R. Robertson, Barbara Gordon.

Am Dienstag, 17.10. 2017, um 18.30 Uhr  „Hinter den Wolken“

Trauern oder Lieben – oder geht beides?

Nach einem halben Jahrhundert treffen sich die Lebenslinien zweier verwitweter Menschen wieder. Ausgerechnet auf der Beerdigung von Emmas Ehemann taucht ihre Jugendliebe Gerard auf. Schnell kommen sie sich näher und entdecken ihre alten Gefühle füreinander. So gesellt sich neben die Trauer zunehmend die Lust auf das Neue und Romantische.

Das irritiert nicht nur Emma. Auch Tochter Jacky und Enkelin Evelien reagieren mit Unverständnis. Dadurch gerät auch der charmante und gefühlvolle Gerard ins Wanken, denn er will Emma nicht ein zweites Mal verlieren. Am Ende müssen alle drei Generationen erkennen, dass sich die Liebe nicht planen lässt. Und was haben die beiden älteren Jungverliebten schon zu verlieren, außer Zeit?

Ein warmherziger Film mit zwei wunderbaren Hauptdarstellern und zugleich eine humorvolle Hommage an die Liebe in jedem Alter.

Belgien 2016,109 Min. R:CECILIA VERHEYDEN, D:Chris Lomme, Jo De Meyere, Charlotte De Bruyne.

Am Mittwoch, 18.10. 2017, um 18.30 Uhr  „Ich, Daniel Blake“

Vom Kampf des »kleinen Mannes« um Sozialhilfe

Daniel Blake, 59 Jahre alt, ist ein rechtschaffener und gewissenhafter Durchschnittsengländer, der als Handwerker stets seine Steuern gezahlt hat. Durch einen Herzinfarkt wird er berufsunfähig und ist auf Sozialhilfe angewiesen.

Doch um diese zu bekommen, muss er sich mit einem kundenfeindlichen Verwaltungsapparat auseinandersetzen, der ihn durch absurde Regularien, onlinebasierte Anträge und nervtötende Hotlines zur Verzweiflung treibt und ihn zusehends in eine finanzielle Notlage bringt. Als er sich mit der alleinerziehenden Katie anfreundet, beginnen sie gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen.

Seit nunmehr 50 Jahren setzt sich der über 80-jährige Regisseur Ken Loach in seinen Filmen für die Würde und Gerechtigkeit von Sozialschwachen und Ausgegrenzten ein. Mit einem sozialkritischen Grundton gleicht der Film einer präzise und sachlich erzählten Milieustudie. Zu Recht erhielt dieses Alterswerk 2016 in Cannes die Goldene Palme als Bester Film.

Großbritannien 2016, 101 Min. R:KEN LOACH, D:Dave Johns, Hayley Squires, Dylan McKiernan, Sharon Percy.

Am Donnerstag, 19.10. 2017, um 18.30 Uhr  „45-Years“

Eine Langzeitbeziehung gerät auf den Prüfstand

Kate und Geoff, beide um die 70, leben zufrieden ihren geregelten Alltag in ihrem Haus im ländlich idyllischen Norfolk in Ostengland. Sie stecken mitten in den Vorbereitungen zur großen Feier ihres 45. Hochzeitstages, als ein Brief aus der Schweiz eintrifft. Man hat die Leiche von Geoffs Jugendliebe Katya in einem Gletscher entdeckt, eingefroren und im Eis konserviert, Jahrzehnte nach ihrem Unfalltod.

Während Kate unbeeindruckt versucht, die Planungen des Festes voranzubringen, wird Geoff zunehmend von der Vergangenheit eingeholt. Zweifel und Misstrauen kommen auf und lassen das feste Fundament der langjährigen Beziehung ins Wanken geraten.

Eine sensibel erzählte Beziehungsstudie über ein älteres Paar, das unverhofft in eine Krise gerät und lernen muss, sich neu zu finden. Charlotte Rampling erhielt 2015 für ihr feinnuanciertes Schauspiel den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin.

Großbritannien 2015, 93 Min. R: ANDREW HAIGH, D:Charlotte Rampling, Tom Courtenay, Geraldine James, Dolly Wells

Am Freitag, 20.10. 2017, um 18.30 Uhr  „Robot & Frank“

Technik im Alter – Zwischen Abhängigkeit und neuen Freiheiten

In nicht allzu ferner Zukunft: Der eigenwillige ehemalige Juwelendieb Frank weigert sich, mit der Zeit zu gehen. Während um ihn herum alles durch Maschinen ersetzt und durch Technik vereinfacht wird, versucht der Rentner, möglichst alles selber zu machen und ein Leben ohne technische Unterstützung zu führen. Er geht gerne in die Bibliothek, vor allem wegen der Bibliothekarin Jennifer, jedoch schreitet auch an diesem Ort die digitale Zukunft voran.

Franks Kinder, Hunter und Madison, machen sich Sorgen um ihren Vater, und Hunter hat das Gefühl, dass der alte Mann sein Leben nicht mehr alleine meistern kann. Daraufhin besorgt er ihm einen Roboter als Lebenshilfe im Alltag. Zunächst wehrt sich Frank gegen den technischen Unterstützer, jedoch merkt er allmählich, dass ihm der Roboter auch gut tut und ihm zu neuen (kriminellen) Taten verhelfen kann.

Eine intelligent-unterhaltsame Science-Fiction über die Vor- und Nachteile von Technik im Alter.

USA 2012, 89 Min. R: JAKE SCHREIER, D:Frank Langella, Susan Sarandon, James Marsden, Liv Tyler.

Im Rahmen des Filmfestivals der Generationen ist der Eintritt zu allen Kino-Veranstaltungen in Germersheim frei.

Näheres zum Filmfestival und zu weiteren Veranstaltungen im Rhein-Neckar Gebiet auf .

„Die Beliebtheit des Kinofestivals der Generationen ist seit dem Angebot der letzten vier Jahre in Germersheim noch gestiegen und ich wünsche mir auch in diesem Jahr wieder viele kinobegeisterte Bürgerinnen und Bürger in unserem alten Regina-Kino in der Sandstraße“, so Bürgermeister Marcus Schaile.

„Ich freue mich auf das Filmfestival der Generationen 2017 mit Ihnen und wünsche uns ein schönes Filmvergnügen mit abwechslungsreichen Filmen sowie anregende Gespräche mit den anwesenden Expertinnen und Experten im Anschluss.“ (red) 

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