Mittwoch, 09. Januar 2019

Erster Neujahrsempfang für neuen Bürgermeister Ludwig Lintz: Edenkoben first

9. Januar 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional

Bürgermeister Lintz will bei den diesjährigen Kommunalwahlen wieder für das Bürgermeisteramt kandidieren.
Foto: Döringer

Edenkoben. Der Kurpfalzsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Gute Tradition, wenn der Bürgermeister zum Neujahrsempfang einlädt. Und eine gute Möglichkeit des Austauschs und Kennenlernens.

Für Bürgermeister Ludwig Lintz war dies der erste Neujahrsempfang in dieser Position, nachdem Bürgermeister Werner Kastner im November 2017 seiner schweren Krankheit im Alter von 68 Jahren erlegen war.

„Unsere Stadt hat Werner Kastner sehr viel zu verdanken. Werner Kastner war ein Bürgermeister, der das lebte was er empfand und sagte. Werner Kastner lebte das Amt, lebte und liebte Edenkoben“, so Lintz zu Beginn seines Rückblicks und rief zu einer Schweigeminute auf.

Bürgermeister und Beigeordnete begrüßen traditionell die Gäste mit Handschlag.
Foto: Döringer

Von Anfang 2018 bis zum 18. April war Edenkoben ohne Bürgermeister. In dieser Zeit war die Stadt von den Beigeordneten Angelika Fesenmeyer, Helga Vogelgesang und Heiko Heymanns geführt.

„Eine unerwartet große Belastung und eine Situation die jedem einzelnen erst einmal das Leben durcheinander wirbelte. Aber Sie haben die Aufgaben wunderbar gemeistert, selbstlos und sich selbst hinten angestellt., Sie sind parteiübergreifend zusammengerückt. Edenkoben stand für sie an erster Stelle, Edenkoben first, wie der Amerikanische Präsident sagen würde“, lobte Lintz seine Beigeordneten und bedankte sich aus vollstem Herzen für die Unterstützung.

Wie immer dabei: Das Kreismusikorchester.
Foto: HateRadio/Ahme

„Im April war dann der Wahlkampf und Edenkoben bekam in meiner Person einen neuen Bürgermeister. Einer, an den Sie sich erst einmal gewöhnen mussten, weil ich vielleicht etwas anders, pragmatisch und ungefeilt an Dinge rangehe. Ich habe Herz und Verstand am rechten Fleck, packe an, wenngleich man mir das vielleicht so gleich nicht ansieht“, erzählt Lintz.

Vieles sei auf ihn „eingeprasselt“, Termine, Besprechungen, Bürgergespräche, Vor-Orttermine, Emailfluten und Papierberge die abgearbeitet werden mussten und immer wieder neu anwachsen.

„Full house“ beim Edenkobener Neujahrsempfang.
Foto: HateRadio/Ahme

Im Schnitt beschäftige ihn das Ehrenamt 200 Stunden im Monat, „neben dem ganz normalen Berufsleben“, so Lintz.

Und weiter: „Es ist keine leichte Aufgabe, aber es ist eine Ehre für mich, unsere Stadt zu repräsentieren und für Sie und Ihre Bürger da zu sein. Jede Stunde ist ihren Einsatz wert! Ich hörte immer wieder, dass Verwaltungsmenschen die den Ablauf der Verwaltung besser kennen es leichter hätten. Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe mit der Verwaltung schon Jahre zu tun und seit einem dreiviertel Jahr als Bürgermeister ganz intensiv.“

Der Verwaltungsablauf sei nicht zeitintensivP „der läuft ja von selbst.. da muss man sich nicht drum kümmern. Intensiv sind die Besprechungen, die Abstimmungen, das Planen der  Angelegenheiten, die erledigt werden müssen. Dann die vielen Unterlagen die man lesen muss.  Man zeichnet doch nichts ungelesen ab, oder? Zusammenhänge und Gegebenheiten müssen erkannt werden, Hintergrundwissen muss erarbeitet werden. So ist es nicht selten, das ich morgens um 4 aufsteige um meine Büroarbeit vor meiner beruflichen Arbeit zu machen.“

Seit der Amtsübernahme habe viel zu tun, gegeben, sagte Lintz. „Und es gibt noch sehr viel zu tun. Vieles was von Werner Kastner bereits auf den Weg gebracht wurde, wird weiter verfolgt und zu Ende gebracht.“

Lintz beleuchtete in seiner Rede das Jahr 2018: 200 Jahre Stadtrechte, Landesmeisterschaften des Jugendrotkreuzes, Sportlerehrung, Einweihung des Bauhofs, Umbau der Katholischen Kirche, Krönung der Edenkobener Weinprinzessin und Besuch der Partnerstädte, standen auf der Agenda.

Die Partnerschaften mit Radeburg und Dinkelsbühl sollen noch weiter ausgebaut werden, berichtete Lintz, auch im Hinblick auf die 1250-Jahrfeier in Edenkoben dieses Jahr. „Ebenso wollen wir dann die Patenschaften von Etang sur Arroux, Bexbach und U32 in diesem Jahr fördern. Ein Besuch in Etang wird noch im Frühjahr stattfinden, Bexbach und U32 folgen danach“, so Lintz.

Neujahrsbrezeln vom Bäcker Becker.
Foto: Döringer

Ausblick 2019

  • Die Ludwigsschule, die für ein „Gemeinschaftliches Wohnprojekt“ im letzten Jahr übergeben wurde, beginnt dieses Jahr mit den Umbaumaßnahmen.
  • Prüfung von Grundstücken für eine neue fünfte Kita
  • Die Nord-Süd-Strasse befindet sich zur Zeit in der Diskussion – Anwohner mit einbeziehen
  • Masterplan für städtische Liegenschaften entwickeln – bezahlbaren Wohnraum schaffen
  • Bebauungsplan für Kloster und Kräutergarten
  • Künftige Gestaltung des Ludwigsplatzes

Edenkoben wird 1250 Jahre alt – viele Veranstaltungen

  • Neubürgertreffen im Museum
  • Festdekade vom .08 bis 01.09 (Schlossfest auf der Villa Ludwigshöhe, Edenkobener Filmfestival, Festabend im Kurpfalzsaal, 30.08 Tag der Partnerstädte, Weindorf auf dem Ludwigsplatz bis zum 1.09.
  • Vortrag von Herbert Hartkopf „Ludwig und Lola“.
  •  Festschrift und Stadtchronik ab März/April – Wein und Secco für das Jubiläumsjahr.

Bürgermeister Ludwig Lintz stellt sich wieder zur Wahl.
Foto: HateRadio/Ahme

Zum Schluss appelierte Lintz an die Bürger, sie sollten zur Europawahl und Kommunalwahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

„ Wir brauchen ein starkes Europa, das sich selbst bestimmt und gestaltet, bevor es von außen bestimmt und gestaltet wird, deshalb ist diese Wahl für uns alle sehr wichtig. Zusammenhalt mit unseren Nachbarländern bringt uns Sicherheit und Freiheit. Und was die Kommunalwahl betrifft, so kann ich nur von meiner Seite aus sagen, dass mir meine Amt Ehre und Freude zugleich bedeutet. Ich bin zwar kein Hochglanz-Rethoriker und musste mich sehr kurzfristig einarbeiten, ein Jahr ist nicht lange, um unter Beweis stellen zu können, dass ich der Richtige am richtigen Platz bin, ich bringe aber gerne vollen Einsatz für unsere Stadt. Ich stelle mich zur Wahl und freue mich und hoffe auf einen fairen und demokratischen Wettbewerb.“ (desa)

Ehrenbürger Herbert Schäfer beim sich anschließenden Empfang.
Foto: Döringer

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