Sonntag, 22. Juli 2018

Asylbewerber im Kreis Germersheim: Brandl: Land muss mehr Geld bereitstellen

22. Oktober 2014 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Refugee Welcome Programm beim Fußballverein Türkgücü. So fühlen sich die Flüchtlinge in der Fremde gut aufgenommen und können sich besser und schneller integrieren.
Fotos: FV Türkgücü

Kreis Germersheim – Der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) hat sich bei der Landesregierung nach der Situation Asylbegehrender im Landkreis Germersheim erkundigt.

Demnach sein von 37 Asylbewerbern im Jahr 2009 sei die Zahl kontinuierlich angewachsen auf 140 im vergangenen Jahr und in 2014 aktuell bereits 9 Personen, berichtet Brandl.

„71 % davon sind Männer, der Altersschwerpunkt liegt klar auf jüngeren Erwachsenen. Über die Herkunftsländer liegen nach Auskunft der Landesregierung keine statistischen Auswertungen vor.“

Die Wohnplatzsituation im Kreis Germersheim sei sehr angespannt, teils würden Asylbegehrende in Hotels und Pensionen untergebracht. Die Integration in den Arbeitsmarkt werde im Kreis durch das Bundesprojekt „in Procedere. Bleiberecht durch Arbeit“ gefördert. Das Projekt laufe jedoch zum Jahresende aus.

Bezüglich Sprachkursen könnte lediglich auf geförderte berufsbezogene Kurse sowie weitere kostenlose Sprachkursangebote des Landkreises – über die Volkshochschule, Interkultur e.V. sowie die Studierendeninitiative Cross Borders verwiesen werden.

Brandl begrüßt die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge im Kreis: „Es ist vorbildlich, dass sich die Kommunen an der Aufgabe beteiligen.“ Der dramatische Anstieg führe jedoch langsam zu einer Überbeanspruchung der vorhandenen Wohn- und Betreuungskapazitäten.

Brandl sieht hier das Land in der Pflicht, für eine intensivere Betreuung und Sprachkurse die finanziellen Mittel bereitzustellen. Eine konsequente Unterstützung, insbesondere hinsichtlich Sprachkompetenz und Alltagsbewältigung in einer fremden Umgebung, sei Voraussetzung für ein funktionierendes Miteinander.

Brandl verwies auf das Beispiel Nordrhein-Westfalen: dort wurde die Unterstützung des Landes erhöht, um unter anderem eine soziale, psychologische und gesundheitliche Betreuung zu ermöglichen. (red)

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